Neuer Meilenstein für SuedLink – Kabelproduktion in französischem Werk gestartet

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„Mit 1.200 Kilometer Kabel bringen wir die Energiewende in Deutschland und Europa voran”

14/10/2022 - 12:00 AM

Mit dem Start der Kabelproduktion bei der Prysmian Group hat SuedLink, mit rund 700 Kilometern Länge und vier Gigawatt Übertragungskapazität das größte Infrastrukturvorhaben der Energiewende in Deutschland, einen weiteren Meilenstein erreicht. Prysmian hat in seinem französischen Werk in Montereau die Produktion eines ±525 kV HVDC-Erdkabelsystems gestartet, das eine übertragbare Leistung von zwei Gigawatt mittels eines einzigen Systems erlaubt.

 

Die Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW GmbH und TenneT TSO GmbH haben den weltweit tätigen Kabelhersteller mit Hauptsitz in Mailand mit der Planung, Herstellung, Lieferung und Installation eines 580 km langen Teilstücks des SuedLink beauftragt. Es verbindet Wilster in Schleswig-Holstein über den Nordwesten Hamburgs mit dem südlichen Anschlusspunkt in Bergrheinfeld bei Schweinfurt in Bayern. Die beiden Übertragungsnetzbetreiber haben die Kabellieferungen für SuedLink in zwei Losen für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich vergeben. Für die Verbindung von Brunsbüttel in Schleswig-Holstein nach Leingarten in Baden-Württemberg ist das Unternehmen NKT zuständig.

 

Platzsparende Verlegung bei hoher übertragbarer Leistung

Die ±525 kV Erdkabel für SuedLink sind mit großen Leiterquerschnitten für hohe übertragbare Leistungen über große Entfernungen konzipiert. Besonderer Vorteil ist ein minimierter Flächenverbrauch – die ±525 kV-Technologie ermöglicht eine reduzierte Kabelmenge zur Übertragung der gleichen Leistung gegenüber beispielsweise 320 kV-Systemen. Dadurch ist der Bauaufwand bei der Installation des Systems geringer, unter anderem bei den Grabenbreiten.

 

„Wir sind froh, nunmehr einen ersten bedeutenden Teil der großen Kabelmengen zu produzieren, die die Energiewende in Deutschland und Europa im Laufe der nächsten Jahre voranbringen werden“, erklärt Detlev Waimann, CCO Prysmian Powerlink. „Durch parallele, frühzeitige Produktion in mehreren europäischen Werken können wir – in Abstimmung mit den Übertragungsnetzbetreibern – die zukünftigen Projektprozesse optimieren“, unterstreicht er.

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